Sonntag, 26. Juni 2016

Eine kleine Herausforderung...

In der alten Wohnung zeigte ich euch Schritt für Schritt die Entwicklung des Kinderzimmers. Unglaubliche 35 qm hatten die Blumenkinder zum Spielen, Toben, Bauen und Leben. Ich vermisse dieses Zimmer und auch den beiden Minis fehlt es ab und zu.

Als ich im vergangenen Jahr nach der Trennung eine neue Wohnung suchte, war eine ausreichende Anzahl von Räumen eigentlich ein Muss. Am Ende wurde es eine kleine 3-Raum-Wohnung, ich berichtete darüber. Die Wohnung ist klein, keine Frage. Aber ich denke, dass ich es dank meiner Deko doch irgendwie kuschelig und gemütlich bekommen habe.

Eine kleine Herausforderung stellte jedoch das Kinderzimmer dar. Möbel, die für einen riesigen Raum gekauft wurden, plötzlich auf ein Drittel der Fläche zu verteilen, ohne dass es überladen wirkt... Das war nicht leicht. Und es dauerte auch einige Zeit, bis ich halbwegs zufrieden war. Es wurde des Öfteren gerückt, umgestellt, neu platziert, dekoriert und wieder weggeräumt. Ich glaube, dass die Hälfte des Spielzeuges weichen musste und entweder ein Dasein im Keller fristet oder den Weg in den Müll fand. Das kleinere Zimmer war ein hervorragender Grund, endlich mal alles auszusortieren, was kaputt oder komplett abgenutzt war. Es musste einiges gehen.

Nun möchte ich euch aber endlich Fotos zeigen. So ein Kinderzimmer-Post ohne Bilder ist doch irgendwie langweilig.

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Die Rohfassung... In manchen Punkten ist die Wohnung eine echte Katastrophe. Besonders der alte Bodenbelag ist grauenvoll. Auch die Wände sind durch die Leistung des Vormieters nicht wirklich schön. Normalerweise hätte die Wohnungsbaugenossenschaft alles komplett neu machen müssen, was sie aber nicht wollte. Heute würde ich es auch anders machen.

Die Tür wurde ausgewechselt, denn die sah einfach nur schrecklich aus. Zugeklebt und mit einem riesigen Loch auf der einen Seite.



Um eine halbwegs ebene Fläche für die Möbel zu schaffen, wurde fix Laminat gekauft. Inzwischen gefällt mir die Farbe nicht mehr, ich hätte gern etwas helleres. Aber die Kinder müssen nicht auf Kratern im Linoleum spielen, das ist am wichtigsten.



Dann folgte das Chaos.

Kisten, Kartons, Körbe, Säcke... Alles musste irgendwie an seinen Platz, was seine Zeit in Anspruch nahm. Vieles landete erstmal in einer Ecke, ich schob das meiste Zeug von A nach B, um halbwegs Raum zum Gestalten zu haben. Überall verteilte sich Kleinzeug. Was die ganze Sache erheblich erschwerte, war die Tatsache, dass die Blumenkinder gerade Kitaferien hatten. Ich versuchte also, Ordnung in das heillose Durcheinander zu bringen, während hinter mir vier kleine und fleißige Hände alles wieder aus den Spielkisten kramten.



Am Ende war ich aber fürs Erste zufrieden.

Die Minimadame und der Minimister schlafen beide im Hochbett. Durch die Liegefläche von 140*200 cm haben beide ausreichend Platz. Sie haben schon vorher zusammen geschlafen und noch ist das auch eine Weile möglich. Ich musste sie auch mal trennen, dann lege ich einfach zwei Kinderbettmatratzen auf den Boden. Das finden sie jedoch "total doooooof".



Bis zum heutigen Stand habe ich mehrmals probiert und überlegt, wie man diesen doch recht winzigen Raum am besten für die Minimadame und den Minimister nutzen kann. Dabei musste ich bedenken, dass jeder sein Spielzeug untergebracht wissen will, Raum zum Spielen haben möchte und sich aber auch mal zurückziehen kann. Gut, das ist in der jetzigen Wohnung und auf 12 qm nicht so möglich wie in den alten 35 qm. Aber da ich bereits dort das Hochbett mit den Vorhängen dekorierte, ist es jetzt auch auf kleinster Fläche möglich, sich mal zu verkriechen.



Hinter dem Bett entstand mit der Zeit eine Küchenecke, die auch gern genutzt wird. In einem Teil der Kisten befindet sich das ganze Zubehör, so brauchen sie sich nur umdrehen und haben alles griffbereit.



Unter dem Bett fanden die zwei kleinen Schränke ihren Platz, die großen stehen im Schlafzimmer.



Die beiden Truhen stehen nebeneinander und bieten so eine schöne Spielfläche. Die Dinger sind echte Stauraumwunder und manchmal kramen die Blumenkinder alles raus, um sich dann darin zu verstecken.


Da ich in dieser Wohnung so gut wie keine Bilder aufhängen kann (das funktioniert an lediglich drei Wänden), habe ich mich für solche Leisten vom Möbelschweden entschieden. Die ersparen auch das lästige Aufhängen und Ausrichten von Rahmen, man kann jederzeit ganz einfach wieder umstellen, wenn man die bisherige Variante satt hat. Für die Küchenecke wurden erste vor Kurzem zwei kleinere Leisten nachgekauft, bisher sah die Wand noch recht kahl aus. Das Streichen ist hier echt schwierig, da die Wände von den Vormietern so bearbeitet wurden, dass so gut wie keine Farbe hält. Irgendwie scheint das so ein leidiges Thema zu sein.

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Im Großen und Ganzen bin ich recht zufrieden. Klar, wer mich kennt, der weiß, dass ich nie wirklich zufrieden bin und immer etwas ändern könnte. Hier und da stören mich auch noch ein paar Dinge. Aber da das Zimmer an sich fertig ist und die Blumenkinder sich wohlfühlen, werde ich es vorerst so lassen. Dafür gibt es hier einfach noch zu viele andere Baustellen.

Anfangs hatte die Minimadame echt Probleme, sich hier einzugewöhnen und anzukommen. Sie sagt auch heute noch ab und zu, dass sie die alte Wohnung mit dem großen Kinderzimmer vermisst. Was ich verstehen kann, mir geht es nicht anders. Und diese vier Wände hier sind mit Sicherheit auch nicht die Dauerlösung. Die Minimadame wird dieses Jahr eingeschult, da muss ich damit rechnen, dass sie bald für sich allein sein will. Einen Schreibtisch wird es vorerst nicht geben, im Wohnzimmer steht ein Esstisch, der sich dafür auch gut eignet. Überhaupt spielt sich der Großteil des Familiengeschehens jetzt im Wohnzimmer ab. Das werde ich euch aber in einem anderen Post zeigen.

Ich hoffe, dass euch die kleine Führung durch das Reich der Blumenkinder gefallen hat. Habt einen schönen Sonntag.