Donnerstag, 5. Mai 2016

Das Ende der Auszeit

Etwas mehr als drei Monate ist es her, seit ich das letzte Mal am Laptop saß und einen Text zustande brachte. Und den schrieb ich nicht mal selbst, da es sich lediglich um eine Blog-Vorstellung handelte und ich die Antworten meines Gastschreibers einfach nur in das Textfeld kopieren musste.

In den vergangenen Wochen ist viel passiert und leider auch einiges, was eine regelrechte Schreibblockade auslöste. Oft saß ich an meinem Schreibtisch und starrte auf die Tastatur, haufenweise Gedanken und Themen im Kopf, aber zusammen bekam ich nichts. Ich war irgendwie voll mit Dingen, die ich loswerden wollte und gleichzeitig so leer wie nie zuvor.

Hinter mir liegt eine sehr emotionale, aufregende, nervenaufreibende und psychisch arbeitsintensive Zeit. Die Ereignisse der vergangenen Jahre rächten sich. Oder viel mehr die Art und Weise, wie ich mit gewissen Geschehnissen umgegangen bin. Nämlich gar nicht. Ich habe funktioniert, einfach das getan, was von mir verlangt oder erwartet wurde. Jedenfalls dachte ich das. Am Ende zerbrach ich fast daran, holte mir aber glücklicherweise rechtzeitig Hilfe und konnte so wieder den Überblick über mein Leben erlangen, der mir schon vor einer ganzen Weile abhanden kam.

Alleine hätte ich das nicht geschafft. Ich habe es versucht, dabei mit Sicherheit den ein oder anderen Fehler gemacht. Aber ich habe dazu gelernt und werde zumindest diese Fehler künftig vermeiden. Dank großartiger Menschen habe ich wieder zu mir selbst finden können. Viel zu oft kümmerte ich mich um alles und jeden und verlor dabei meine eigenen Bedürfnisse und Interessen total aus den Augen. Für andere steckte ich meine Leidenschaften zurück und verzichtete auf das, was mich sonst immer glücklich machte. Ich ließ mich zu sehr von dem leiten, was andere sagten und machte mir zu viele Gedanken, was man wohl von mir denken könnte. Ich zweifelte an allem, besonders am Schreiben.

Mein Leben wurde nun aber durch wundervolle Personen, sehr interessante Erkenntnisse und gewinnbringende Erfahrungen bereichert und ich durfte sogar Seiten an einigen Mitmenschen erleben, die mir bisher verborgen blieben. Ich lass jetzt mal offen, ob es positive oder negative Punkte waren, aber sie haben mich in jedem Fall geprägt.

In nächster Zeit werde ich euch wieder ein paar mehr Einblicke gewähren. Ich freue mich, wenn ihr mir trotz Abstinenz treu geblieben seid.

Nun wünsche ich euch aber erstmal einen wunderbaren Abend. Genießt die Sonne, sofern sie bei euch auch so intensiv scheint.