Mittwoch, 25. März 2015

Wenn aus "Gekritzel" ein Traum wird

Es gibt Momente, da erblickt das Auge etwas Wunderschönes.

So einen Moment hatte ich heute. Und ich muss euch einfach daran teilhaben lassen.

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Auf einer Facebook-Seite konnte man heute seine Seite oder sein Blog zeigen, um so auf sich aufmerksam zu machen. Zwischen all den bunten Bildchen und Texten stach mir eines besonders ins Auge.


Schrift.

Ich steh total drauf.

Mich faszinierte diese Schrift. Ein paar Klicks durch die Seite und ich war sofort gefesselt. Wunderschöne Sachen, handgeschrieben. In einer - für mich - perfekten Art und Weise, die ich niemals erreichen würde. Dafür bin ich zu ungeduldig. Obwohl ich gern schreibe. Ich liebe das Schreiben. Karten und Briefe sind grundsätzlich handgeschrieben, alles andere kommt bei mir gar nicht in Frage. Päckchen oder Geschenkverpackungen werden von mir mit schwungvollen Schriften verziert. Aber das reicht bei Weitem nicht an das heran, was die liebe Karin von Fingertips Calligraphy zaubert.



Ich schrieb ihr einfach eine Nachricht und bekam auch prompt eine Antwort. Es entstand ein wirklich nettes "Gespräch" und die junge Frau am anderen Ende des Internets entpuppte sich als unglaublich sympathisch. Sowas ist ja genau meins. Wenn man irgendwen anschreibt, eine vollkommen wildfremde Person... Und dann ist da gleich so eine Sympathie zu spüren. Einfach nur schön.



Karin ist eine 27-jährige Österreicherin mit Talent, sehr viel Talent. Als ich ihr ein Foto von meinen Handschriften zeigte, entgegnete sie mir "Sowas kann ich nicht". Zugegeben, es fällt mir verdammt schwer, das zu glauben und ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ihr liegt nicht das Gleichmäßige. Aber vielleicht ist auch genau das der Grund, warum ihre schwungvollen Schriften so wundervoll und stimmig wirken. Dabei fing alles in Kindertagen mit ein wenig Gekritzel auf Zetteln an. Inzwischen haben sich traumhafte Nettigkeiten daraus entwickelt.



Mit ganz viel Liebe und Hingabe entstehen handgeschriebene Kunstwerke, die mich einfach nur begeistern. Ich würde die Wände meiner Wohnung damit tapezieren, würde es der Lieblingsmann zulassen. Ihr merkt schon, ich bin schwer angetan.



Überzeugt euch auf Karins Seite (klick hier) einfach selbst von ihrem Können. Oder besucht sie bei Facebook (klick hier).




Ich wollte euch Fingertips Calligraphy einfach nicht vorenthalten und hoffe sehr, dass ich euch ein wenig begeistern konnte.

Habt einen schönen Abend.

Sonntag, 22. März 2015

Endlich fertig...

...und doch bin ich ständig am Räumen. Auch jetzt noch, obwohl das Kinderzimmer fertig ist. Aber manchmal merkt man, dass etwas noch nicht den optimalen Platz gefunden hat und dann werden eben wieder ein paar kleinere Möbel gerückt. So ganz kann ich es wohl nie lassen.

Nachdem wir die Möbel aufgebaut hatten, konnte ich also mit dem Einräumen und der Dekoration beginnen. Nach und nach nahm alles Gestalt an.


Da die Couch aus unserer Wohnung verbannt wurde, konnte auch das Babybett des Minimisters wieder zurück. Unter dem Hochbett der Minimadame entstand eine Kuschelecke, die man aber auch super als Schlafplatz für kleineren Besuch nutzen konnte.

Auch wenn sich die Blumenkinder ein wirklich großes Zimmer teilen, wollten - und wollen es auch die nächsten Jahre - wir beiden einen Rückzugsort bieten. So kauften wir bei unserem Lieblingsmöbelschweden ein paar Schienen, Clips und Haken, etwas Stoff und den Rest erledigte meine Nähmaschine. Aus sechs Metern cremefarbenem Baumwollstoff, der blickdicht ist, aber dennoch Licht durchlässt, entstanden drei Vorhänge. Eine Seite bleibt immer zugezogen, daher verschönerte ich sie mit einer Wimpelkette, farblich zum Zimmer passend. Die andere Seite kann mit zwei Vorhängen das Hochbet in ein kleines Zimmer im Zimmer verwandeln. Die Kinder lieben es.


Das Brett an der Leiter ist eine fix gezauberte Notlösung. Der Minimister kletterte auf das Hochbett und stand dann plötzlich oben. Wir sahen ihn schon zwei Meter in die Tiefe purzeln. Also musste schnell etwas her, was ihn daran hinderte, erneut Bergsteiger zu spielen. Der Lieblingsmann fand im Keller eine olle Holzplatte und zwei Winkel, bog diese halbwegs passend zurecht und *schwuppschwupp* war das Ergebnis fertig. Es funktioniert bis heute.


Zu Weihnachten zog eine Holzwerkbank ein, das Babybett zog vor drei Wochen aus. Die Blumenkinder schlafen gemeinsam unter dem Bett auf den zwei Kinderbettmatratzen. Sie kuscheln sich jeden Abend zusammen und wollen gar nicht mehr anders schlafen. Das Babybett stand schon länger ungenutzt im Raum, da der Minimister einfach nicht mehr darin schlafen wollte. Und es klappt ausgesprochen gut. Das Bett wird nun einer neuen Bestimmung folgen, wir planen den Umbau zu einem Schreibtisch. Ich bin mal gespannt, wie wir das am Ende umgesetzt bekommen.

So, damit hier niemand denkt 'Bei denen kann man ja alles vom Boden auflecken'...

Es geht auch anders, wobei das Foto einen noch recht harmlosen Zustand zeigt. Die meisten Bilder sind nach einer Aufräumaktion entstanden, weil ich dann ganz fix den "reinen" Raum einfangen wollte. Auch unsere Kinder spielen in ihrem Zimmer und verbreiten nur zu gern Chaos.


Ich hoffe, dass euch der Einblick in die Renovierung des Kinderzimmers gefallen hat. Vielleicht war ja auch die ein oder andere Idee dabei oder ihr habt Fragen zu gesehenen Sachen. Dann schreibt mir einfach auf Facebook oder an wunderbluemchenblog@gmx.de und ich versuche euch zu helfen.

Habt einen schönen und entspannten Abend.

Wohin führt mich dieser Weg?

Diese Frage stellte ich mir in den letzten Tagen und Wochen immer wieder. Wohin führt mich der Weg "Wunderblümchen"?



Ich gebe zu, dass ich oft den Gedanken des Beendens hatte. In Zeiten, wo Facebook einem als Seitenbetreiber mehr und mehr die Möglichkeiten der guten Eigenwerbung entzieht, macht es zumindest dort keinen Spaß mehr. Mir geht es nicht um Likes und dass mich unzählige Menschenmengen lesen. Aber wenn selbst die aktivsten und treuesten Follower kaum noch mitbekommen, wenn ein neuer Post online gegangen ist, dann frage ich mich doch, wie ich sie sonst erreichen soll. Die ein oder andere Stimme könnte jetzt verlauten lassen, dass doch jeder Leser selbst mal eben die Adresse von "Wunderblümchen" eingeben und nachschauen kann. Sicherlich ist das möglich. Aber eigentlich liebe ich den Kontakt zu meinen "Fans" - das klingt immer so abgehoben. Mir ist es wichtig, auch mal Kommentare, Meinungen, Ideen, Anregungen lesen zu können. Es bleibt also weiterhin offen, wie ich die Sache auf dem blau-weißen Netzwerk gestalten werde.


Natürlich frage ich mich auch, ob es vielleicht daran hapert, dass ich unregelmäßig blogge. Es gibt Blogs über Essen, Mode, Lifestyle, Handmade, DIY, Kinder, Fotografie... Ich zähle mich irgendwie zu keiner Kategorie dazu. Mit Mode habe ich nichts am Hut, nur insofern, dass ich mich vernünftig kleiden kann und mich dann darin wohlfühle. Meine Fotografiekenntnisse beschränken sich auf ein Minimum und ich bin froh, wenn ich unter 100 geschossenen Bildern wenigstens 5 verwertbare finde. Essen liebe ich, aber das Kochen ist mir auch nach fast sieben Jahren Beziehung zu einem Koch ein Graus. Lifestyle und mein kleines Kleinstädtchen passen ungefähr so gut zusammen wie das Kochen und ich. Kinder habe ich zwar, aber permanent darüber schreiben, wenn man ohnehin schon ständig jemanden trifft, mit dem man darüber redet... Ich schreibe eben über das, was mir durch den Kopf geht. Manchen fehlt ein roter Faden, ein immer wiederkehrendes Thema. Ich habe schon mehrmals versucht, eine Serie aufzubauen und am Leben zu erhalten. Wie derzeit die nähenden Männer. Und ich suche, werde aber nur sehr schwer fündig. Bei Serien ist es dann auch wieder so eine Sache... Man muss am Ball bleiben, möglichst immer zur selben Zeit posten und so eine Wiedererkennung schaffen. Was mein Leben irgendwie kaum zulässt, denn es durchkreuzt ständig meine Pläne. Ich habe keine feste Anzahl von Posts, die ich in der Woche schaffen werde und das wird sich auch nicht ändern. Das Bloggen soll kein Zwang werden. Ich schreibe, weil ich Freude am Schreiben habe. Und nicht, weil ich unter den Millionen Blogs dieser Welt einen Preis für Fleiß verdienen möchte.



Oder könnte es auch daran liegen, dass ich zu wenig Gewinnspiele veranstalte? Gewinnspiele sind toll, keine Frage. Jeder hat schon bei einem mitgemacht. Und sie sorgen auch für eine Menge neue Likes. Allerdings entziehen dann die Nicht-Gewinner einer Seite auch gern mal Däumchen. Was ich persönlich ganz traurig finde. Ich möchte ja gern gelesen werden und nicht nur "gemocht" werden, weil es mal gerade etwas zu gewinnen gibt. Es wird auch weiterhin nur selten ein Gewinnspiel geben, dafür werde ich mir dann immer etwas Schönes ausdenken. Es gibt Blogs, die bekommen große Gewinne gesponsert, das ist bei mir nicht der Fall. Ich bin auch nicht der Typ, der jeden anschreibt und nach Unterstützung fragt. In der Anfangszeit hatte ich mal den Versuch bei ein paar größeren Firmen gewagt. Allerdings wurde ich so dermaßen abgeschmettert, dass es mir echt zu denken gab.



Mein Blog ist klein. Und er wird wohl vermutlich auch immer klein bleiben. Nett und kuschelig eben. Ich werde einige Sachen neu ordnen und überdenken, eventuell etwas anders angehen. Es wird weiterhin meine chaotischen, emotionalen Gedanken zu lesen geben. Das ist MEIN roter Faden. Und es wird auch weiterhin dazu kommen, dass ich etwas ankündige, plane und es dann aufgrund der Gegebenheiten doch nicht klappt. Das gehört zu mir, das ist Bestandteil meines Lebens. Bei mir wird es eben immer unvorhersehbare Situationen geben, die meine Vorhaben über den Haufen werfen.



Es gibt eben auch in Zukunft ganz viel Wunderblümchen. Denn davon habe ich am meisten Ahnung.

Mittwoch, 18. März 2015

Endspurt!

oder

Möge die Möbelmacht mit uns sein!

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Wir hatten das Kinderzimmer also in bestem Zustand übergeben bekommen. Gefegt, gewischt und ordentlich aufgeräumt. Selbst die Fenster wurden grob geputzt. Den Feinschliff wollte ich selbst übernehmen.

Die Bilder sind noch von den Aufräumarbeiten des Malers.

Nach und nach konnten kleinere Möbel in den Raum ziehen. Die neuen Lampen konnten endlich an die Decke, was ein richtiger Akt war. Unsere Decken sind nicht sehr begeistert von Dingen, die man an ihnen befestigen möchte. Aber der Lieblingsmann hat es ganz gut hinbekommen. Die Blumenkinder lieben ihre "Ballons".


Die alten Kinderzimmermöbel mussten wir in alle Einzelteile zerlegen, da wir ja den Platz für die große Lieferung brauchten. Allein das Sofa hatte Bleiberecht. Ich habe es 2008 für meine erste eigene Wohnung gekauft, aber es musste irgendwann einem Familiensofa weichen. Seitdem wanderte es vom Wohnzimmer ins Arbeitszimmer ins Kinderzimmer. Doch dort störte es nun ungemein und es musste weg. Für den Müll war es eindeutig zu schade. Wir hatten dann großes Glück, dass es in unserem Wohnhaus einen neuen Platz fand und wir sogar noch etwas Geld bekamen. Aber vorerst stand es noch rum.

Obwohl es ziemlich viel Platz in Anspruch nahm, mussten irgendwie die Teile der großen Möbellieferung im Zimmer verstaut werden. Es waren viele Teile. Unglaublich viele.

Die Spediteure kamen ziemlich spät, dennoch wollten wir sofort mit dem Aufbau beginnen. Wir sind immer so überaus motiviert, wenn wir etwas unbedingt fertig haben wollen. Der Lieblingsmann legte sich ordentlich ins Zeug und schraubte wie ein Weltmeister die großen Schränke zusammen, während ich mich um den Kleinkram kümmerte.



Diese Trofast-Kistenregale mögen ja easy aussehen, aber mir haben die Hände geschmerzt von den vielen Schrauben. Wir hatten abends ganz schön mit Blasen zu kämpfen, aber es hat sich gelohnt.



Mit jedem Stück wurde es heimeliger und schöner, bunter und freundlicher im Kinderzimmer. Und ich freute mich über den vielen Stauraum. Die Schränke hatte ich so geplant, wie ich sie schon immer haben wollte, ganz auf unsere Bedürfnisse abgestimmt. Als ich sie einräumte, hatte ich sogar noch freien Stauraum, was vor der Renovierung ja nie der Fall war. Endlich fanden alle - und ich meine wirklich alle - Sachen der Kinder Platz. Handtücher, Bettwäsche, Matschanzüge, Kleider... Ich war so froh, dass ich all das aus meinem Schrank räumen konnte.

Insgesamt bauten wir drei Nachmittage an den Möbeln, da wir ja tagsüber arbeiten mussten und der Lieblingsmann damals auch noch in der ungeliebten Gastronomie tätig war. Er klotze allerdings in jeder freien Minute so ran, dass ich sehr schnell mit der Dekoration beginnen konnte.


Ich nutze solche Situationen immer gleich zum Ausmisten und so landete einiges an Spielzeug in Kisten, auf dem Müll oder ich gab es weg. Es sollte künftig alles übersichtlicher und aufgeräumter sein, für die Kinder leichter zugänglich und das Wegräumen von Dingen wollte ich ihnen erleichtern. Dafür finde ich ein Kistensystem immer am praktischsten. Nichts muss mühselig aufgereiht werden. Rein. Und gut.

So, das ist das fast fertige Kinderzimmer. Im nächsten Post seht ihr dann das Endergebnis und den derzeitigen Stand.