Donnerstag, 24. Dezember 2015

Weihnachten und neue alte oder alte neue Pläne

Heiligabend.

Diese Zeit verursacht bei mir immer wieder einen akuten Anfall von "Revuepassiereritis". Die letzten Monate huschen nochmals durch den Kopf, Bilder bauen sich vor den Augen auf. Und ich komme unweigerlich dazu, über Entscheidungen nachzudenken. Waren sie immer so gut? Haben sie mich weiter nach vorn gebracht oder doch eher ausgebremst?

Dieses Jahr war sehr turbulent, um nicht zu sagen chaotisch, furchtbar, anstrengend, wenig begeisternd und fröhlich... Der einzig wirklich schöne Höhepunkt war die Hochzeit meines Bruders. Zwischen Trennung, Neuanfang (der leider aufgrund mehrerer Faktoren total in die Hose ging), Umzug, Kindern, Trennung... Ach, ich höre am besten auf und denke nicht weiter über das Vergangene nach. Dieses Jahr ist es das erste Mal so, dass ich nichts Revue passieren lassen möchte. Ich möchte nicht an das denken, was war. Die Vergangenheit hat dieses Jahr in meinem Kopf keinen Platz mehr. Denn die Zukunft ist entscheidend. Und die möchte ich mir richtig schön machen.

Ich werde mich ab heute auf all das stürzen, was dieses Jahr aufgrund der ganzen Gegebenheiten zu kurz kam. Jetzt nehme ich endlich all das in Angriff, was ich mir für 2015 vorgenommen hatte. Und diesmal lasse ich mich nicht aufhalten.

Hörst du, Schicksal! Ich trete dir in den Hintern, wenn du mir noch einmal in die Quere kommst! (So, jetzt habe ich es dir gezeigt.)

Der Blog wird vorerst leer bleiben, ich möchte endlich wieder mehr schreiben und meine Hauptthemen neu ordnen. Auf was möchte ich mich beim Schreiben konzentrieren? Wird es künftig einen Kern geben, um den sich alles dreht oder bleibt es ein wirres Durcheinander meiner Gedanken und Emotionen? Bis zum Jahresende werde ich (für mich) ein Konzept aufstellen und es ab Januar durchsetzen. Ich bin gerade dabei, mir ein Herzensprojekt aufzubauen, über das ich regelmäßig berichten möchte. Des Weiteren würde ich gern mehr Gewinnspiele veranstalten, denn ich mache anderen Menschen einfach zu gern eine Freude. Ich würde gern andere kreative Menschen oder Blogger öfter mit ins Boot holen. Ach ja... Ideen gibt es viele. Diese werde ich nun nach und nach zu Papier bringen und sortieren, quasi entwirren.

Ich freue mich sehr auf das, was da noch so kommt.

Und nun wünsche ich euch allen ein ganz wundervolles Weihnachtsfest, eine tolle Zeit mit euren Liebsten und volle Bäuche.


Sonntag, 21. Juni 2015

Ein Hoch auf...

...meinen Neuanfang!

Auch auf dem Blog wird sich der Wandel bemerkbar machen. Ich habe die Posts von der Zeit davor nicht komplett gelöscht, sie aber erstmal als Entwürfe abgelegt. Vielleicht finden sie irgendwann wieder den Weg zurück. Momentan gehören sie einfach nicht mehr zu mir.

Ich möchte künftig über mein neues Leben berichten. Über die Veränderungen, die eine Trennung mit sich bringen. Über das Leben als alleinerziehende Mama, die arbeitet und Hobbys hat. Über meine Näherei. Über die Einrichtung der neuen Wohnung - worauf ich mich im Übrigen am meisten freue.

Für manch einen mag es jetzt zu privat klingen. Aber ich kann mir vorstellen, dass es einige Menschen gibt, die solche Dinge interessieren. Ich möchte alles etwas persönlicher gestalten, emotional bleibt es nach wie vor. Da das Schreiben für mich schon immer eine sehr therapeutische Wirkung hatte, sehne ich mich auch in der jetzigen Situation nach Worten, die meinem inneren Chaos Ausdruck verleihen. Meinen Wunsch, andere daran teilhaben zu lassen, habe ich in den vergangenen Wochen oft überdacht. Aber ich bin immer wieder zu der Erkenntnis gekommen, dass es eben einfach ich bin. Ich teile gern meine Erfahrungen, Gefühle, Gedanken mit Menschen, auch wenn diese mir vollkommen fremd sind. Es gehört zu mir dazu. Sicherlich mache ich mich damit auf eine gewisse Weise verwundbar. Aber wenn jemand meint, dass er mich angreifen muss und dieses nicht persönlich, direkt, hautnah passiert, dann kann ich damit umgehen. Und wer mich nicht lesen möchte, sich an meiner Art stört, dann besteht noch die Option, das Wunderblümchen einfach zu umgehen.

Es soll auch wieder mehr Posts geben. Momentan passiert so viel, dass ich abends zwar oft zu erschöpft zum Schreiben bin und manchmal auch einfach nur die Zeit fehlt. Aber wenn ich es schaffe, merke ich doch recht schnell, wie gut es mir eigentlich tut und wie viel Spaß es macht. Also werde ich mir in den Hintern treten. Zu erzählen habe ich allemal etwas, gerade jetzt während der ganzen Vorbereitungen für den Umzug etc.

Wie oben schon erwähnt, freue ich mich am meisten auf die Posts zur Einrichtung der neuen Wohnung. Unzählige Ideen wuseln mir durch den Kopf, der Zollstock und ich sind inzwischen die besten Freunde, den Grundriss habe ich gleich mehrmals ausgedruckt und bekritzel ihn immer fleißig mit Farben, Zahlen, Stellmöglichkeiten... Man, mir juckt es so dermaßen in den Fingern, dass ich die Schlüsselübergabe kaum erwarten kann. Sowas ist eben total mein Ding. Wenn es danach geht, würde ich jedes Jahr umziehen. Wenn nur nicht immer dieses Chaos wäre...

So, dann werde ich mal die Möbel aus dem Kinderzimmer ausmessen gehen und mir einen Plan machen, wie ich 35 qm in 12 qm verpacke. Irgendwas fällt mir bestimmt ein.

Ich wünsche euch einen tollen Sonntag und hoffe, dass ihr mir auch auf meinem neuen Weg die Treue haltet.

Samstag, 20. Juni 2015

Ein traumhaft schönes Wochenende...

Vor zwei Wochen durfte ich die erste Hochzeit erleben. Zu Feiern war ich schon öfter eingeladen, meist konnte ich nicht gehen. Doch diesmal war es anders. Die standesamtliche Trauung, die Feier, der Gottesdienst... Und die Person, die mit der Liebe des Lebens in die Ehe ging. Mein Bruder.

Es war ein unglaublich schönes und emotionales Wochenende. Es liefen immer wieder Tränen des Glücks und der Freude. Aufgrund der aktuellen Situation war es für mich nicht ganz einfach, aber dennoch absolut traumhaft. Wetter, Location, Atmosphäre, Menschen, Essen... Es stimmte einfach alles.

Diesmal schreibe ich nicht viel dazu, ich lasse einfach Bilder sprechen.



Ein paar kurze Fakten:

- standesamtliche Trauung am 05.06.2015 in unserer Heimatstadt

- danach Aufbruch zum eigentlichen Ort des Geschehens: Ein Gut in einem Dörfchen namens Schmarsow

- am ersten Abend leckeres Chili und Flammkuchen, Stockbrot, Lagerfeuer und geselliges Beisammensein mit einigen Gästen

- veganes Essen

- unglaubliches Frühstücksbuffet mit allem, was das Herz begehrt

- Gottesdienst am 06.06.2015 unter einer uralten Linde mit Eheversprechen, Fürbitten, Musik ... und gaaaaanz viel Emotionen

- Feier mit einigen Darbietungen, der genialsten Kuchentheke überhaupt, leckerem Abendessen, Musik und guter Laune

- am 07.06.2015 gemeinschaftliches Aufräumen, Verabschieden, Vermissen, Genießen, Freuen



Meine kleineren und größeren "Pannen":

- zur standesamtlichen Trauung kam ich zwei Minuten zu spät, weil der Minimister eine frische Buxe brauchte

- während des Gottesdienstes musste die Minimadame auf Toilette, ich verpasste also wieder etwas

- nach dem Gottesdienst machte mein Fuß inklusive Schuh mit 12 cm hohen Absätzen Bekanntschaft mit einem Erdloch und ich packte mich in einer filmreifen Stuntszene auf den Hintern (es gibt doch auf jeder Hochzeit eine Lachnummer)

- den Minimister musste ich am Samstag Abend nach Hause fahren, da es ihm nicht gut ging und verpasste dadurch das Abendessen

- nach der Autofahrt hatte ich dann höllische Schmerzen im Fuß und konnte den ganzen Abend nicht tanzen



Meine emotionalsten Momente:

- die Rede des Standesbeamten über Liebe und die wichtigsten Punkte einer Beziehung

- die Tränen des Brautpaares

- vor dem Gottesdienst ein Moment zwischen dem Paar, in dem sie sich unbeobachtet glaubten und ich die Kamera auch einfach mal ruhen ließ, um den beiden diesen Augenblick zu schenken

- der Gottesdienst mit den Eheversprechen und dem Ringtausch

- meine Rede, bei der ich vermutlich mehr schluchzte als sprach und die auch viele Gäste zu Tränen rührte



Meine Rede:

"Schaut euch um. All die lieben Menschen sind euretwegen hier. Sie möchten an eurem Glück teilhaben und mit euch feiern, euch auf dem großen Schritt in einen neuen Lebensabschnitt begleiten.

Für so manch einen mag eine Hochzeit nur eine Formalität sein, für viele gehört sie einfach zu einer Beziehung dazu. Den Menschen, den man liebt und ohne den man sich ein Leben nicht mehr vorstellen kann, bei sich zu wissen und mit ihm alles zu teilen. Es ist das Tüpfelchen auf dem i, die Kirsche auf der Sahne - natürlich absolut vegan. Eben einfach das Zeichen nach außen, dass man zu dem jeweils anderen Part gehört.

Vor einem Jahr haben wir auf unserer elterlichen Terrasse gesessen und ihr habt uns - in Roy's lockerer Art fast nebenbei - von euren Plänen erzählt. "Wir haben beschlossen zu heiraten." Ganz mein Bruder eben. Seitdem sind aufregende Stunden der Planung vergangen. Nun sitzen wir hier in Schmarsow, dürfen mit euch diesen besonderen Tag feiern und so ein Teil eurer Geschichte sein.

Gerade in den letzten Wochen habe ich viel darüber nachgedacht, was ich euch wünsche. Und auch auf die Gefahr hin, dass ich gleich in einem Meer aus Tränen stehe, möchte ich euch folgendes mit auf den Weg geben:

Ich wünsche euch, dass ihr immer den Mut habt, ehrlich zueinander zu sein, denn Ehrlichkeit schafft Vertrauen und ohne Vertrauen kann eine Beziehung nicht funktionieren.

Ich wünsche euch, dass ihr euch immer vermissen werdet, wenn der andere nicht da ist. Wenn ihr euch vermisst, dann ist das ein Zeichen dafür, dass ihr ohne den anderen nicht könnt und ihn liebt.

Ich wünsche euch, dass ihr euch immer auf den anderen verlassen könnt, sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten. Dass ihr in diesen auch den Mut habt zu kämpfen und sie durchzustehen.

Ich wünsche euch, dass ihr immer den Stürmen des Lebens trotzen könnt, am besten gemeinsam.

Ich wünsche euch, dass ihr immer Freude am Leben mit dem anderen habt und jede Sekunde Gemeinsamkeit genießen könnt.

Ich wünsche euch, dass nie ein böses Wort fallen wird, dass ihr für verschiedene Meinungen immer einen guten Mittelweg findet, dass ihr im Falle eines Streits auch vergeben könnt.

Ich wünsche euch, dass auch ihr irgendwann in den Genuss von Füßchengetrappel kommt und von den Worten "Mama und Papa, ich habe euch lieb."

Ich wünsche euch, dass ihr viele wundervolle gemeinsame Jahre habt.

Ich wünsche euch, dass ihr durch nichts und niemanden getrennt werdet. Denn ihr passt einfach so perfekt zueinander.

Regina, du bist die beste Schwägerin, die man sich nur wünschen kann. Du hast mich von Beginn an verzaubert, wie du ganz selbstverständlich mit Anna und später auch mit Felix umgegangen bist. Als wärst du schon immer da gewesen. Mit dir habe ich eine neue Schwester gewonnen.

Ich habe euch sehr lieb. Lasst euch niemals los."





Ich hoffe, dass euch der Post gefällt. Auch wenn er diesmal etwas anders aufgebaut ist. Aber ich schaffte es einfach nicht, die vielen Eindrücke und Emotionen in Textform zu packen. Vielleicht komme ich ja irgendwann dazu.

Dienstag, 2. Juni 2015

"Ich packe meinen Koffer und nehme mit..."

Ich packe zwar nicht wirklich Koffer, sondern Kartons. Aber ich muss mich trotzdem entscheiden, was ich mitnehmen muss und worauf ich in meinem neuen Leben eventuell doch verzichten könnte. Und das ist gar nicht so einfach, denn am liebsten würde ich alles behalten. Ich denke, dass ich am Ende doch irgendwie alles Gewollte in die Wohnung stelle, sortieren kann ich dann irgendwann in Ruhe (Achtung! Ironischer Unterton!)


Ich möchte euch ja nicht länger auf die Folter spannen und die neuen vier Wände zeigen. Die Blumenkinder und ich leben ab Mitte oder Ende August in einer knapp 67 qm großen (oder kleinen) 3-Zimmer-Wohnung. Sie hat eine Kammer, in der Waschmaschine und Trockner nebeneinander Platz haben, den Luxus habe ich nicht mal jetzt und renne immer zwischen Bad und Küche hin und her. Mein Kleiderschrank muss auch in den Abstellraum, da ich erstmal im Wohnzimmer schlafen werde. Glücklicherweise habe ich ein wundervolles und sehr bequemes Sofa. Es gab bereits einige Kommentare, dass ich doch einen eigenen Rückzugsort bräuchte. Aber wenn ich mal ehrlich bin: Wozu? Die Blumenkinder sind abends im Bett und ich sitze allein im Wohnzimmer. Ich gehe zum Entspannen nicht extra in ein Schlafzimmer und das Nächtigen auf dem Sofa hat den Vorteil, dass ich beim Fernsehen dann einfach einschlafen kann. Mir ist wichtiger, dass die Minimadame und der Minimister sich wohlfühlen und genug Platz haben, schließlich müssen sie sich von ihrem riesigen Kinderzimmer trennen und nun auf engstem Raum auskommen.


Auf dem Grundriss kann man erkennen, dass die Wohnung ein fensterloses Bad hat. Immerhin gibt es eine Badewanne, ein absolutes Muss mit kleinen Kindern. Davon abgesehen bin ich auch eine Wasserratte. Mich stört es nicht, dass es kein Fenster gibt. Ich verbringe ja keine Stunden im Bad, um dort den Ausblick zu genießen. Obwohl das jetzt schon echt toll ist, man kann vom Klo aus ins Grüne schauen. Und in unserer vorherigen Wohnung saß man unter einem Dachfenster, beim nächtlichen Pinkeln konnte man in die Sterne blicken. Verzeiht an dieser Stelle den Ausdruck, aber Wasserlassen fand ich noch dämlicher.


Es gibt zwei Zimmer, beide haben fast die identische Größe. Entweder bekommen die Blumenkinder ein Spiel- und ein Schlafzimmer oder ich gestalte ein normales Kinderzimmer für beide und in das andere kommen ihre Kleiderschränke und meine Nähecke. Erstmal wird alles in einen Raum gestellt und dann sehe ich nach und nach, wo was wie gestellt wird.

Das Wohnzimmer und die Küche sind ein großer Raum, lediglich eine halbe Wand trennt den Kochbereich optisch ab. Ein Grund mehr, die Küche immer sofort nach dem Kochen und Essen aufzuräumen.

Vom Wohnzimmer geht der Balkon ab. Der ist richtig schön groß und im Sommer ein viertes Zimmer, sofern es nicht wie aus Kübeln schüttet.

Ich freue mich auf die Wohnung, auch wenn ich nun mit knapp 50 qm weniger zurecht kommen muss. Ohne Garten. Dafür mit einem eingezäunten Spielplatz hinter dem Haus, einem tollen Spielplatz fünf Minuten entfernt und meinen Eltern mit tollem Grundstück keine zehn Minuten entfernt. Es wird toll, da bin ich mir sicher.

Da ich am 29.05.2015 meinen Mietvertrag abholen konnte - was für ein tolles Geburtstagsgeschenk - läuft das Kistenpacken hier schon auf Hochtouren. Unzählige Bilder, Dekosachen, Kleinzeug und Gedöns müssen verpackt werden. Alles, was nicht mehr im alltäglichen Leben gebraucht wird, wandert in einen Karton oder Sack. Noch herrscht kein Platzmangel und ich muss auch noch nicht über Kisten steigen, um durch ein Zimmer zu kommen.


Mein Arbeitszimmer - man, das werde ich echt vermissen - dient derzeit als Lager, zum Nähen fehlt mir ohnehin der Antrieb, da mich alles andere auslaugt und mir jegliche Kraft raubt.


Auch das Kinderzimmer wirkt schon sehr kahl. Einige Spielzeuge sind schon aus dem Zimmer gewandert, Bilder wurden abgenommen. Für die Kinder ist das vollkommen in Ordnung, sie durften sogar mitbestimmen, welche Teile schon zur Seite geräumt werden können.


Ja, wir freuen uns auf unsere neue Wohnung. Das hat erst heute die Minimadame geflüstert.

Donnerstag, 28. Mai 2015

Neues Leben und emotionales Chaos

Einige konnten es ja schon bei Facebook lesen, dass es das Wunderblümchen künftig ohne den Lieblingsmann geben wird. Was auch der Grund für meine lange Abstinenz war oder ist. Das Leben hält eben nicht nur gute Überraschungen für einen bereit. Aber ich bin der Meinung, dass nichts ohne Grund geschieht und versuche einfach, nach vorn zu schauen und mein neues Leben vorzubereiten.

Ab September werde ich mit den Blumenkindern neue vier Wände bewohnen. Dann wird es mit Sicherheit auch viele Posts über Einrichtung und Dekoration geben. Jedenfalls ist das mein Plan. In meinem Kopf herrscht neben dem emotionalen Chaos bereits absolute Ideenentwicklung. Ich werde es uns richtig schön machen, da bin ich mir sicher.

Die vergangenen Wochen waren ein reines Auf und Ab von Gefühlen, eine Flut an Informationen, die es nun zu verarbeiten gilt. Allerdings ist das nahezu unmöglich, da wir noch bis Ende August alle unter einem Dach wohnen und somit der räumliche Schlussstrich noch auf sich warten lässt. Mit Sicherheit werde ich erst nach dem Umzug so richtig realisieren, was da eigentlich alles geschehen ist.

Ich habe immer wieder überlegt, ob ich darüber schreiben werde, habe mich aber letzten Endes dagegen entschieden. Es wird also keine Details geben, sollte es vorher auch nicht. Aber ich wollte von meinen Gefühlen und Gedanken erzählen, allerdings kann ich die nicht mehr deuten oder klar formulieren. Wunderblümchen und Lieblingsmann gehen getrennte Wege. Punkt.

***

Heute ist ein sehr emotionaler Tag. Mal ganz davon abgesehen, dass heute der Jahrestag unserer Beziehung gewesen wäre und demnach viele Erinnerungen aufkommen, ist heute vor zwei Jahren ein sehr liebes Familienmitglied für immer gegangen. Auch an diesen Menschen wird gedacht, ganz intensiv.

Und es ist der letzte Tag meines dreißigsten Lebensjahres. Morgen feiere ich meinen dritten runden Geburtstag und irgendwie fühlt es sich dieses Mal anders an als sonst. Die magische Zahl 30. Für mich wurde sie im Dezember eine Grenze. Ich wollte einige Dinge ändern, überdenken, in Angriff nehmen... Nun kam es anders und alles steht Kopf. Aaaaaaber... Mein Plan steht noch immer, nur eben nicht mehr ganz so wie vor einem halben Jahr. Auch darüber möchte ich nach und nach berichten. Überhaupt möchte ich auch dem Blog ein neues Outfit verpassen und etwas Pepp verleihen.

***

Keine Ahnung, wie oft ich in den kommenden Wochen oder Monaten schreiben werde. Oftmals bin ich ziemlich durcheinander und blockiert, bekomme dann keinen geraden Satz zustande. Aber ich werde wohl allein schon wegen ein paar anstehender Events mal von mir hören lassen. Über schöne Dinge muss ich einfach berichten.

***

So, das war es nur ganz kurz von mir. Ein kleines Lebenszeichen. Ich gehe mich jetzt mit meiner 2 besaufen, ab morgen wird sie nie wieder an erster Stelle stehen (außer ich werde 200 Jahre alt). Wahnsinn, da gibt es mich echt schon 30 Jahre. Irgendwie irre. Und aufregend. Und neu.

Habt einen schönen Abend. Ich denke an euch.

Mittwoch, 25. März 2015

Wenn aus "Gekritzel" ein Traum wird

Es gibt Momente, da erblickt das Auge etwas Wunderschönes.

So einen Moment hatte ich heute. Und ich muss euch einfach daran teilhaben lassen.

***

Auf einer Facebook-Seite konnte man heute seine Seite oder sein Blog zeigen, um so auf sich aufmerksam zu machen. Zwischen all den bunten Bildchen und Texten stach mir eines besonders ins Auge.


Schrift.

Ich steh total drauf.

Mich faszinierte diese Schrift. Ein paar Klicks durch die Seite und ich war sofort gefesselt. Wunderschöne Sachen, handgeschrieben. In einer - für mich - perfekten Art und Weise, die ich niemals erreichen würde. Dafür bin ich zu ungeduldig. Obwohl ich gern schreibe. Ich liebe das Schreiben. Karten und Briefe sind grundsätzlich handgeschrieben, alles andere kommt bei mir gar nicht in Frage. Päckchen oder Geschenkverpackungen werden von mir mit schwungvollen Schriften verziert. Aber das reicht bei Weitem nicht an das heran, was die liebe Karin von Fingertips Calligraphy zaubert.



Ich schrieb ihr einfach eine Nachricht und bekam auch prompt eine Antwort. Es entstand ein wirklich nettes "Gespräch" und die junge Frau am anderen Ende des Internets entpuppte sich als unglaublich sympathisch. Sowas ist ja genau meins. Wenn man irgendwen anschreibt, eine vollkommen wildfremde Person... Und dann ist da gleich so eine Sympathie zu spüren. Einfach nur schön.



Karin ist eine 27-jährige Österreicherin mit Talent, sehr viel Talent. Als ich ihr ein Foto von meinen Handschriften zeigte, entgegnete sie mir "Sowas kann ich nicht". Zugegeben, es fällt mir verdammt schwer, das zu glauben und ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ihr liegt nicht das Gleichmäßige. Aber vielleicht ist auch genau das der Grund, warum ihre schwungvollen Schriften so wundervoll und stimmig wirken. Dabei fing alles in Kindertagen mit ein wenig Gekritzel auf Zetteln an. Inzwischen haben sich traumhafte Nettigkeiten daraus entwickelt.



Mit ganz viel Liebe und Hingabe entstehen handgeschriebene Kunstwerke, die mich einfach nur begeistern. Ich würde die Wände meiner Wohnung damit tapezieren, würde es der Lieblingsmann zulassen. Ihr merkt schon, ich bin schwer angetan.



Überzeugt euch auf Karins Seite (klick hier) einfach selbst von ihrem Können. Oder besucht sie bei Facebook (klick hier).




Ich wollte euch Fingertips Calligraphy einfach nicht vorenthalten und hoffe sehr, dass ich euch ein wenig begeistern konnte.

Habt einen schönen Abend.

Sonntag, 22. März 2015

Endlich fertig...

...und doch bin ich ständig am Räumen. Auch jetzt noch, obwohl das Kinderzimmer fertig ist. Aber manchmal merkt man, dass etwas noch nicht den optimalen Platz gefunden hat und dann werden eben wieder ein paar kleinere Möbel gerückt. So ganz kann ich es wohl nie lassen.

Nachdem wir die Möbel aufgebaut hatten, konnte ich also mit dem Einräumen und der Dekoration beginnen. Nach und nach nahm alles Gestalt an.


Da die Couch aus unserer Wohnung verbannt wurde, konnte auch das Babybett des Minimisters wieder zurück. Unter dem Hochbett der Minimadame entstand eine Kuschelecke, die man aber auch super als Schlafplatz für kleineren Besuch nutzen konnte.

Auch wenn sich die Blumenkinder ein wirklich großes Zimmer teilen, wollten - und wollen es auch die nächsten Jahre - wir beiden einen Rückzugsort bieten. So kauften wir bei unserem Lieblingsmöbelschweden ein paar Schienen, Clips und Haken, etwas Stoff und den Rest erledigte meine Nähmaschine. Aus sechs Metern cremefarbenem Baumwollstoff, der blickdicht ist, aber dennoch Licht durchlässt, entstanden drei Vorhänge. Eine Seite bleibt immer zugezogen, daher verschönerte ich sie mit einer Wimpelkette, farblich zum Zimmer passend. Die andere Seite kann mit zwei Vorhängen das Hochbet in ein kleines Zimmer im Zimmer verwandeln. Die Kinder lieben es.


Das Brett an der Leiter ist eine fix gezauberte Notlösung. Der Minimister kletterte auf das Hochbett und stand dann plötzlich oben. Wir sahen ihn schon zwei Meter in die Tiefe purzeln. Also musste schnell etwas her, was ihn daran hinderte, erneut Bergsteiger zu spielen. Der Lieblingsmann fand im Keller eine olle Holzplatte und zwei Winkel, bog diese halbwegs passend zurecht und *schwuppschwupp* war das Ergebnis fertig. Es funktioniert bis heute.


Zu Weihnachten zog eine Holzwerkbank ein, das Babybett zog vor drei Wochen aus. Die Blumenkinder schlafen gemeinsam unter dem Bett auf den zwei Kinderbettmatratzen. Sie kuscheln sich jeden Abend zusammen und wollen gar nicht mehr anders schlafen. Das Babybett stand schon länger ungenutzt im Raum, da der Minimister einfach nicht mehr darin schlafen wollte. Und es klappt ausgesprochen gut. Das Bett wird nun einer neuen Bestimmung folgen, wir planen den Umbau zu einem Schreibtisch. Ich bin mal gespannt, wie wir das am Ende umgesetzt bekommen.

So, damit hier niemand denkt 'Bei denen kann man ja alles vom Boden auflecken'...

Es geht auch anders, wobei das Foto einen noch recht harmlosen Zustand zeigt. Die meisten Bilder sind nach einer Aufräumaktion entstanden, weil ich dann ganz fix den "reinen" Raum einfangen wollte. Auch unsere Kinder spielen in ihrem Zimmer und verbreiten nur zu gern Chaos.


Ich hoffe, dass euch der Einblick in die Renovierung des Kinderzimmers gefallen hat. Vielleicht war ja auch die ein oder andere Idee dabei oder ihr habt Fragen zu gesehenen Sachen. Dann schreibt mir einfach auf Facebook oder an wunderbluemchenblog@gmx.de und ich versuche euch zu helfen.

Habt einen schönen und entspannten Abend.

Wohin führt mich dieser Weg?

Diese Frage stellte ich mir in den letzten Tagen und Wochen immer wieder. Wohin führt mich der Weg "Wunderblümchen"?



Ich gebe zu, dass ich oft den Gedanken des Beendens hatte. In Zeiten, wo Facebook einem als Seitenbetreiber mehr und mehr die Möglichkeiten der guten Eigenwerbung entzieht, macht es zumindest dort keinen Spaß mehr. Mir geht es nicht um Likes und dass mich unzählige Menschenmengen lesen. Aber wenn selbst die aktivsten und treuesten Follower kaum noch mitbekommen, wenn ein neuer Post online gegangen ist, dann frage ich mich doch, wie ich sie sonst erreichen soll. Die ein oder andere Stimme könnte jetzt verlauten lassen, dass doch jeder Leser selbst mal eben die Adresse von "Wunderblümchen" eingeben und nachschauen kann. Sicherlich ist das möglich. Aber eigentlich liebe ich den Kontakt zu meinen "Fans" - das klingt immer so abgehoben. Mir ist es wichtig, auch mal Kommentare, Meinungen, Ideen, Anregungen lesen zu können. Es bleibt also weiterhin offen, wie ich die Sache auf dem blau-weißen Netzwerk gestalten werde.


Natürlich frage ich mich auch, ob es vielleicht daran hapert, dass ich unregelmäßig blogge. Es gibt Blogs über Essen, Mode, Lifestyle, Handmade, DIY, Kinder, Fotografie... Ich zähle mich irgendwie zu keiner Kategorie dazu. Mit Mode habe ich nichts am Hut, nur insofern, dass ich mich vernünftig kleiden kann und mich dann darin wohlfühle. Meine Fotografiekenntnisse beschränken sich auf ein Minimum und ich bin froh, wenn ich unter 100 geschossenen Bildern wenigstens 5 verwertbare finde. Essen liebe ich, aber das Kochen ist mir auch nach fast sieben Jahren Beziehung zu einem Koch ein Graus. Lifestyle und mein kleines Kleinstädtchen passen ungefähr so gut zusammen wie das Kochen und ich. Kinder habe ich zwar, aber permanent darüber schreiben, wenn man ohnehin schon ständig jemanden trifft, mit dem man darüber redet... Ich schreibe eben über das, was mir durch den Kopf geht. Manchen fehlt ein roter Faden, ein immer wiederkehrendes Thema. Ich habe schon mehrmals versucht, eine Serie aufzubauen und am Leben zu erhalten. Wie derzeit die nähenden Männer. Und ich suche, werde aber nur sehr schwer fündig. Bei Serien ist es dann auch wieder so eine Sache... Man muss am Ball bleiben, möglichst immer zur selben Zeit posten und so eine Wiedererkennung schaffen. Was mein Leben irgendwie kaum zulässt, denn es durchkreuzt ständig meine Pläne. Ich habe keine feste Anzahl von Posts, die ich in der Woche schaffen werde und das wird sich auch nicht ändern. Das Bloggen soll kein Zwang werden. Ich schreibe, weil ich Freude am Schreiben habe. Und nicht, weil ich unter den Millionen Blogs dieser Welt einen Preis für Fleiß verdienen möchte.



Oder könnte es auch daran liegen, dass ich zu wenig Gewinnspiele veranstalte? Gewinnspiele sind toll, keine Frage. Jeder hat schon bei einem mitgemacht. Und sie sorgen auch für eine Menge neue Likes. Allerdings entziehen dann die Nicht-Gewinner einer Seite auch gern mal Däumchen. Was ich persönlich ganz traurig finde. Ich möchte ja gern gelesen werden und nicht nur "gemocht" werden, weil es mal gerade etwas zu gewinnen gibt. Es wird auch weiterhin nur selten ein Gewinnspiel geben, dafür werde ich mir dann immer etwas Schönes ausdenken. Es gibt Blogs, die bekommen große Gewinne gesponsert, das ist bei mir nicht der Fall. Ich bin auch nicht der Typ, der jeden anschreibt und nach Unterstützung fragt. In der Anfangszeit hatte ich mal den Versuch bei ein paar größeren Firmen gewagt. Allerdings wurde ich so dermaßen abgeschmettert, dass es mir echt zu denken gab.



Mein Blog ist klein. Und er wird wohl vermutlich auch immer klein bleiben. Nett und kuschelig eben. Ich werde einige Sachen neu ordnen und überdenken, eventuell etwas anders angehen. Es wird weiterhin meine chaotischen, emotionalen Gedanken zu lesen geben. Das ist MEIN roter Faden. Und es wird auch weiterhin dazu kommen, dass ich etwas ankündige, plane und es dann aufgrund der Gegebenheiten doch nicht klappt. Das gehört zu mir, das ist Bestandteil meines Lebens. Bei mir wird es eben immer unvorhersehbare Situationen geben, die meine Vorhaben über den Haufen werfen.



Es gibt eben auch in Zukunft ganz viel Wunderblümchen. Denn davon habe ich am meisten Ahnung.

Mittwoch, 18. März 2015

Endspurt!

oder

Möge die Möbelmacht mit uns sein!

***

Wir hatten das Kinderzimmer also in bestem Zustand übergeben bekommen. Gefegt, gewischt und ordentlich aufgeräumt. Selbst die Fenster wurden grob geputzt. Den Feinschliff wollte ich selbst übernehmen.

Die Bilder sind noch von den Aufräumarbeiten des Malers.

Nach und nach konnten kleinere Möbel in den Raum ziehen. Die neuen Lampen konnten endlich an die Decke, was ein richtiger Akt war. Unsere Decken sind nicht sehr begeistert von Dingen, die man an ihnen befestigen möchte. Aber der Lieblingsmann hat es ganz gut hinbekommen. Die Blumenkinder lieben ihre "Ballons".


Die alten Kinderzimmermöbel mussten wir in alle Einzelteile zerlegen, da wir ja den Platz für die große Lieferung brauchten. Allein das Sofa hatte Bleiberecht. Ich habe es 2008 für meine erste eigene Wohnung gekauft, aber es musste irgendwann einem Familiensofa weichen. Seitdem wanderte es vom Wohnzimmer ins Arbeitszimmer ins Kinderzimmer. Doch dort störte es nun ungemein und es musste weg. Für den Müll war es eindeutig zu schade. Wir hatten dann großes Glück, dass es in unserem Wohnhaus einen neuen Platz fand und wir sogar noch etwas Geld bekamen. Aber vorerst stand es noch rum.

Obwohl es ziemlich viel Platz in Anspruch nahm, mussten irgendwie die Teile der großen Möbellieferung im Zimmer verstaut werden. Es waren viele Teile. Unglaublich viele.

Die Spediteure kamen ziemlich spät, dennoch wollten wir sofort mit dem Aufbau beginnen. Wir sind immer so überaus motiviert, wenn wir etwas unbedingt fertig haben wollen. Der Lieblingsmann legte sich ordentlich ins Zeug und schraubte wie ein Weltmeister die großen Schränke zusammen, während ich mich um den Kleinkram kümmerte.



Diese Trofast-Kistenregale mögen ja easy aussehen, aber mir haben die Hände geschmerzt von den vielen Schrauben. Wir hatten abends ganz schön mit Blasen zu kämpfen, aber es hat sich gelohnt.



Mit jedem Stück wurde es heimeliger und schöner, bunter und freundlicher im Kinderzimmer. Und ich freute mich über den vielen Stauraum. Die Schränke hatte ich so geplant, wie ich sie schon immer haben wollte, ganz auf unsere Bedürfnisse abgestimmt. Als ich sie einräumte, hatte ich sogar noch freien Stauraum, was vor der Renovierung ja nie der Fall war. Endlich fanden alle - und ich meine wirklich alle - Sachen der Kinder Platz. Handtücher, Bettwäsche, Matschanzüge, Kleider... Ich war so froh, dass ich all das aus meinem Schrank räumen konnte.

Insgesamt bauten wir drei Nachmittage an den Möbeln, da wir ja tagsüber arbeiten mussten und der Lieblingsmann damals auch noch in der ungeliebten Gastronomie tätig war. Er klotze allerdings in jeder freien Minute so ran, dass ich sehr schnell mit der Dekoration beginnen konnte.


Ich nutze solche Situationen immer gleich zum Ausmisten und so landete einiges an Spielzeug in Kisten, auf dem Müll oder ich gab es weg. Es sollte künftig alles übersichtlicher und aufgeräumter sein, für die Kinder leichter zugänglich und das Wegräumen von Dingen wollte ich ihnen erleichtern. Dafür finde ich ein Kistensystem immer am praktischsten. Nichts muss mühselig aufgereiht werden. Rein. Und gut.

So, das ist das fast fertige Kinderzimmer. Im nächsten Post seht ihr dann das Endergebnis und den derzeitigen Stand.