Freitag, 14. Februar 2014

Back in Germany. Back in Town.

oder

Ick bin wieder daaaaahaaaaaaa!!!!

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Urlaub.

Erholung oder Stress?

Eine Auflösung wird es gleich geben. Aber vorerst möchte ich euch etwas zeigen, was mich vor unserer Abreise zum Schmunzeln brachte. Bei einem meiner absoluten Lieblinge unter den Blogs gab es einen Gastbeitrag. So entstand bei Mamamulle ein äußerst interessanter Post, den ich am Tag unserer geplanten Abreise mit einem breiten Grinsen im Gesicht las. Es lohnt sich auf jeden Fall, mal auf den Blog zu schauen und ein wenig zu stöbern.


(Ausblick aus unserem Zimmer.)

Nun zu meinem Abenteuer "Winterurlaub mit zwei kleinen Kindern und Mann".

Die ganze Aufregung begann eigentlich schon in der Woche vor dem Urlaub. Am 28.01. musste noch eben schnell das Auto in die Werkstatt, denn wie sich Anfang des Jahres herausgestellt hatte, wollte es uns nicht in einem akzeptablen und gesunden Zustand begleiten. Die Bremsen mussten ausgewechselt und die Wischanlage repariert werden. Ein teurer Spaß, der so kurz vor einem noch viel kostenintensiveren Winterurlaub echt mies ankommt... Schlechte Laune machte sich bei mir breit, da in meinem Kopf umgehend der Familienfinanzrechner seine Dienste aufnahm und ordentlich ratterte. Würde mein eingeplantes Budget für "vor Ort" noch ausreichen oder müsste der Lieblingsmann eventuell auf das Snowboard verzichten? Bääääääh, ich hasse es, wenn mein Kopf nicht mal fünf Minuten Pause machen kann. Wir setzten uns hin, rechneten alles durch und ich konnte etwas entspannen.

Bis zum 30.01., dem Black Thursday. Am liebsten würde ich diesen Tag aus meiner Erinnerung streichen. Es reichte nicht, dass die Familienkutsche Geld fraß. Nein, die Kinder mussten auch noch richtig fies erkältet sein und mich anstecken. Der Minimister fieberte auch gleich noch zwei Tage und ich hätte da schon im Achteck springen können. Also entschied ich mich kurzerhand, die Kinder beim Kinderarzt vorzustellen. Ich wollte nicht ohne ein Abhorchen auf den Berg. Zu groß war meine Angst vor einer eventuellen Lungenentzündung, die man dann aus dem Urlaub mitbringt. Da gibt es weitaus schönere Souvenirs. Also saßen wir um 08:45 Uhr im Wartezimmer, trafen dort auch noch meine Mama und meine kleine Schwester. Bis 09:30 Uhr saßen wir, Mama und Schwester waren längst aufgerufen und im Behandlungszimmer. Als plötzlich eine Schwester zu uns kam und meinte "Die Ärztin ist zu einem DRINGENDEN Hausbesuch gerufen worden. Kommen Sie bitte gegen 11 Uhr wieder." Uns störte das nicht weiter, da wir ohnehin noch einiges für den Urlaub erledigen mussten. Gegen 10:30 Uhr waren wir mit allem durch und fuhren zurück in die Praxis. Was dort geschah, halte ich noch immer für einen schlechten Scherz. Wir wurden begrüßt mit "Die Ärztin ist noch nicht weg, sie fährt jetzt." Uns wurde dann noch ganz nebenbei verklickert, dass sie nachmittags nicht da sei und vormittags nicht mehr kommen würde. Total angesäuert - eigentlich schon fast überschäumend - bat ich um die Karten der Kinder. Wir wollten einen anderen Arzt aufsuchen. Glücklicherweise fiel mir eine weitere Ärztin ein, die Kinder untersucht. Und dort waren wir nach einer halben Stunde mit allem durch. Für den Urlaub hatten wir grünes Licht bekommen. Ab nach Hause! Dort wartete schon die Schmutzwäsche, die sauber in den Urlaub wollte. Nach der ersten Ladung gab doch tatsächlich meine Maschine den Geist auf!!! In diesem Moment dachte ich 'Schlimmer geht es nicht' und am liebsten hätte ich den Urlaub abgesagt. Vier von fünf Haufen lagen noch. Wie sollte ich die jetzt sauber kriegen? Ich hätte heulen und schreien können. Nach Aussage des Lieblingsmannes tat ich das auch. Schreien. Nicht heulen. Ich rastete wohl völlig aus, schimpfte auf diesen verkackten Urlaub, dieses Drecksteil von Waschmaschine, die blöde Ärztpraxis... Einfach auf alles. Ich wollte nicht mehr. Nachmittags hatte ich einen Friseurtermin mit der Minimadame. In der Zeit organisierte der Lieblingsmann die Reparatur der Waschmaschine und telefonierte mit meiner Mama. Ich war kaum zuhause, schnappte er sich Körbe und Tüten, schmiss alle Klamotten rein und fuhr zum Waschen zu ihr rüber. Ich fiel nur noch halbtot aufs Sofa und rührte mich den restlichen Tag nicht mehr.


(Der Weg zur Hütte... Kurvig und steil war nichts dagegen.)

Am 31.01. stieg dann mit dem Aufstehen wieder langsam die Vorfreude auf den Urlaub. Die Gemüter hatten sich über Nacht beruhigt und ich konnte halbwegs klar denken. Die Sachen waren alle gewaschen und getrocknet, konnten endlich zurecht gelegt und eingepackt werden. Gegen Abend legten sich alle noch einmal hin, außer ich. Irgendwie konnte ich nicht schlafen. Ich war zu aufgeregt und musste die ganze Zeit an diese furchtbar lange Fahrt denken. Wie würden die Kinder sie überstehen?

Gegen 23 Uhr machten wir uns fertig. Den Blumenkindern schmissen wir nur fix eine Strickjacke, Mütze, Schal und Schuhe über. Noch die letzten Dinge schnappen und alles im Auto verstauen. Ganz wichtig: Sicherung abstellen! (Achtung! Dieser Fakt wird später noch von enormer Bedeutung sein.) Im Auto kribbelte mein Bauch ganz nervös vor sich hin. Ich machte es mir auf dem Beifahrersitz bequem, der Lieblingsmann wollte die erste Runde fahren.

Angeschnallte und ruhige Blumenkinder auf dem Rücksitz.
Alles bis in die kleinste Ritze verstaut.
Fressbeutel zwischen meinen Beinen.

Wir waren bereit!


(Sankt Johann im morgendlichen Nebelteppich.)

Die Fahrt war suuuuuper! Ehrlich! Die Kinder haben nahezu die ganze Zeit geschlafen und wir sind richtig zügig durch gewesen. Am 01.02. konnten wir gegen 09:30 Uhr unser Haus beziehen. Nachdem wir uns erst durch Nebelfelder und dann den Berg hinauf gekämpft hatten, wollten wir eigentlich nur noch schlafen. Aber wer sollte in der Zeit das Auto ausräumen? Von allein würde das ja wohl kaum geschehen. Also schleppten wir Kisten, Koffer, Snowboard, Winterklamotten, Schuhe, Futteralien, Kinder und uns selbst ins Haus und anschließend ins Bett. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie kaputt wir waren. Ok, unsere Freunde waren nicht ganz so begeistert von unserem "Wir-müssen-ganz-dringend-schlafen-Plan", den Eindruck hatte ich jedenfalls. Aber ich war über 24 Stunden nonstop wach gewesen und merkte sehr stark, wie meine Kräfte nachließen.


(Etwas Schnee bei unserer Ankunft.)

Nachdem wir dann nachmittags aus unserem Dornröschenschlaf erwachten, schlüpften wir in unsere Wintersachen und nutzten den noch liegenden Schnee. Glücklicherweise, denn an Tag 2 sollte dieser sich bereits um ein Vielfaches minimiert haben. Gut, das ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Der Lieblingsmann baute mit der Minimadame einen Schneemann und versuchte, sie irgendwie auf den Schlitten zu bekommen. Während ich mit dem Minimister die Bergstraße entlang spazieren wollte, aber bereits in der ersten Kurve vom Mut verlassen und zur Umkehr verleitet wurde. Im wachen Zustand hatte ich auch erst Augen für die Gegend und das "Grundstück". Es gab Kühe, Hühner, zwei Kaninchen und eine Katze. Für die Kinder also genug zum Entdecken und Bestaunen. Es war ein schöner Tag, aber wir merkten die Fahrt und das lange Wachbleiben in den Knochen. Was wohl der Grund für ein äußerst zeitiges Zubettgehen am Abend war.


(Alm-Katze Heidi... Soooo süß und soooo kuschelig.)

Das erste gemeinsame Frühstück am 02.02. war richtig klasse. Die Küche wurde durch einen Holzofen gewärmt, so ein Teil, auf dem man auch Kochen kann. Total cool, sage ich euch und hätten wir noch Platz im Auto gehabt... Ich schwöre, das Ding wäre mit nach Hause gewandert. Nach einer ausgiebigen Stärkung machten wir uns alle fertig und steuerten einen Ort weiter den Sportladen/Skiverleih an. Die Männer wollten sich noch mit den fehlenden Snowboard-Accessoires ausstatten. Und ich dachte schon, dass wir Frauen bei der Auswahl der richtigen Schuhe pingelig sind... Irgendwann waren dann alle versorgt und wir machten uns auf in Richtung Piste, die glücklicherweise nur ein paar Meter weiter lag. Zu dumm, dass der Minimister so gar keinen Bock darauf hatte und dies auch lautstark verkündete. Es war wirklich nichts zu machen. Nicht einmal seine sonst so geliebten Salzstangen konnten ihn beruhigen. Also blieb meiner kleinen Familie nichts anderes übrig, als den Weg nach Hause einzuschlagen. Dort gab es Mittag und ein Schläfchen für die Kinder. Meine Nerven lagen blank. Noch gar nicht richtig im Urlaub angekommen und schon das erste Gezicke. Super, es konnte nur besser werden.

Leider zog sich Gezicke wie ein roter Faden durch die Tage.



Bis Dienstag Abend sah es dann eigentlich so aus: Frauen mit Kindern auf der Hütte. Männer mit Snowboard auf der Piste. Aber das Schicksal meinte es gut mit mir und sorgte dafür, dass der Lieblingsmann am Dienstag wohl etwas unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück geholt wurde. Man kann ja auch nicht ernsthaft glauben, dass man ein Gott beim Snowboarden ist, wenn man über zehn Jahre nicht auf so einem Teil gestanden hat. Doch, MANN kann das. Nun ja, er hat sich wohl ziemlich lang gemacht und die Ausrüstung wanderte - obwohl bis Mittwoch ausgeliehen - umgehend zurück zum Verleih. Vielleicht könnt ihr euch seine Laune vorstellen. Rosig sieht definitiv anders aus. Nachdem er zickte und motzte, mir dann für einen kurzen Augenblick der Kragen platzte und ich auf den Tisch haute, war auch schon alles wieder vergessen und vorbei. Ich freute mich nur noch auf die gemeinsame Zeit mit ihm und den Blumenkindern.

Am 05.02. fuhren wir nach Gosau, etwa eine Stunde von unserem Urlaubsort entfernt. Wir durchquerten wunderschöne Gegenden. Das Ziel war eine Piste inklusive "Brumsiland", einer Ski-/Rodelecke für die Kleinen. Besonders toll war das Förderband, welches einen wieder nach oben brachte. Denn sind wir mal ehrlich... Wer hat schon Bock, einen ganzen Tag den Schlitten samt Kindern auf den Berg zu ziehen? Dieser Tag war jedenfalls ein absoluter Durchbruch in der Wintersportgeschichte unserer Tochter. Jeden Tag gab es tierisches Theater, weil sie sich vehement dem Schlitten verweigerte. Sie wollte ihn nicht einmal ziehen, sich auf ihn setzen oder schieben. Es war nichts zu machen. Da sich der Minimister nasse Füße bis auf die Knochen holte - wie er das schaffte, ist mir noch immer rätselhaft - musste ich eine Wickelmöglichkeit aufsuchen. Ich war vielleicht 20 Minuten weg. Und was konnten meine Augen sehen, als ich wieder bei der Truppe war? Der Lieblingsmann mit der Minimadame. Auf dem Schlitten. Beim Rodeln. Und sie lachte. Ich hatte ihr die ganzen Tage vorher ja schon prophezeiht, dass es ihr Spaß machen würde. Aber seit wann hören Kinder auf ihre Eltern?

Da die Piste mit ordentlich Kunstschnee ausgestattet war, konnten wir nachmittags die Segel streichen. Es fuhr sich einfach nur noch bescheiden und man kam nicht wirklich von der Stelle. Die Kinder waren ohnehin total kaputt von so viel Frischluft und Action. Also machten wir uns wieder auf den Weg zur Hütte. Was mir jetzt erst auffällt... Nach Gosau haben wir fast 1 1/2 Stunden im Auto gesessen, zurück aber nur knapp 45 Minuten gebraucht. Wie geht denn das?


(Die Minimadame kämpft mit ihrem neuen besten Freund.)

Am Donnerstag hatten wir Mamas dann endlich mal eine kleine Auszeit und wir durften in unserem Urlaubsort ein wenig schnökern, bummeln und shoppen. Juuuuhuuuuu!!! Für mich fiel ein Pullover im Wert von 60,00 Euro ab. Gezahlt habe ich nicht mal 20,00 Euro. Ich liebe SALE und WSV, Prozente und Rabatte. Leider gab es am Nachmittag ordentlich Knatsch und der Lieblingsmann geriet mit unserer Freundin so aneinander, dass sie bis Freitag nicht miteinander geredet haben. Das Wieso?Weshalb?Warum? lag in einer erziehungstechnischen Meinungsverschiedenheit. Fakt ist, dass die Luft so dick war, dass man sie hätte schneiden können. Ich wollte nur noch nach Hause. Immer wieder dachte ich, dass ich dafür nicht in den Urlaub gefahren bin. Mir reichte es ja schon, dass wir eigentlich nur in den Winterurlaub gefahren sind, weil die Männer UNBEDINGT snowboarden wollten. Wenn man dann aber alle paar Minuten hört, wie sehr die Knochen schmerzten, die Wehwehchen ziepten und vermutlich auch die Haarspitzen juckten... Nee, was war ich irgendwann genervt von so viel Testosteron-Gejammer. Männer, es hat einen Grund, warum nicht ihr die Kinder bekommt. Wir würden aussterben. Ich meine... Klar, es tut weh, wenn man sich mal so richtig auf den Hosenboden setzt. Wenn man aber bedenkt, dass ich so dermaßen erkältet war, dass ich kurz vor einer rechtsseitigen Nasennebenhöhleninfektion (Gibt es ein längeres Wort!) stand, mir nahezu jeden Tag der Kopf zu platzen drohte und die Kinder auch um die Wette bellten... Mist, Faden verloren. Ach ja. Wenn man all das nimmt und ich nicht einmal gejammert oder gemault habe, dann kann man meinen Frust verstehen, denke ich.


(Bach in der Nähe unserer Hütte.)

Ok.

Auf jeden Fall sorgte der Streit zwischen den beiden dafür, dass am Freitag jede Familie ihr Ding machte. Wir fingen bereits morgens mit dem Packen an. Denn mein Gefühl sagte mir direkt nach dem Aufstehen 'Lass uns wieder nachts fahren.' Für die anderen kam das aber diesmal so gar nicht in Frage (auf dem Hinweg hatten sie auf eine Nachtreise bestanden), da sie kein Geld verschwenden wollten. Was ich auch durchaus nachvollziehen konnte. Aber zum Einen war mein Wunsch, endlich wieder meine eigenen vier Wände um mich zu haben, einfach zu groß. Andererseits hatte ich bei einer Tagfahrt kein gutes Gefühl. Wir legten uns also noch nicht fest und wollten es spontan entscheiden. Gepackt war irgendwann alles, von daher wäre Spontanität durchaus drin gewesen. Nachmittags fuhren wir ein letztes Mal in das Städtchen. Der Lieblingsmann, die Blumenkinder und ich. Ich zeigte ihm ein Restaurant, welches ich einen Tag zuvor bei der Bummeltour entdeckte. Das Essen war einfach nur der Hammer! Wir streichen mal die Tatsache, dass man mit unserem Minimister nicht in ein Restaurant kann und glücklicherweise gab es einen Außenbereich, auf den wir uns dann auch beschränkten. Allerdings brüllte er auch dort die komplette Gasse zusammen. Wir wissen nicht einmal, warum er das immer macht. Vermutlich, weil er seinen extrem ausgeprägten Dickschädel nicht durchgesetzt bekommt. Und Hunger... Hunger ist bei ihm gaaaaaanz fatal. Wir aßen in Etappen. Erst ich, während der Lieblingsmann den Kleinen fütterte. Dann spielte ich Kinderfrau, während der Mann endlich essen konnte. Dann übernahm er wieder, da ich mir noch einen (Verdammt, war der lecker!) Topfenstrudel als Nachtisch bestellte. Nach dem Bezahlen schlenderten wir noch ein wenig durch die Stadt, bevor wir uns wieder auf den Weg zur Hütte machten. Die Kinder schliefen im Auto ein. Wir ließen sie noch sitzen und nutzen die Zeit, um das Auto zu beladen. Irgendwann kamen auch die anderen von ihrem Ausflug zurück. Der Lieblingsmann und unsere Freundin sprachen sich aus, belegten ihren Streit und alles war wieder gut. Das war dann auch der Moment, wo alle festlegten, dass wir morgens nach dem Frühstück fahren. Ich wollte lieber sofort los. Ich ging abends zeitig ins Bett, kuschelte mich an die Minimadame und freute mich auf die Heimreise.

Mensch, fast vergessen... Vor dem Urlaub war immer die Rede davon, dass unser Ferienhaus komplett bezahlt ist. Am Freitag Morgen hieß es mit einmal, dass Nebenkosten und Kurtaxe fällig sind. Suuuuuper! Nochmal eine ungeplante Stange Geld weg. Dieser Punkt hat mir richtig sauer aufgestoßen und wenn ich eins in dem Urlaub gelernt habe, dann folgende Tatsache: Ich organisiere mir meinen Urlaub lieber selbst.


(Berg)

Am 08.02. gab es morgens eine dicke Überraschung. Die ganze Woche hatten wir 10/15 Grad und herrlichsten Sonnenschein. Samstag war dann tatsächlich alles weiß. Knapp 15 cm Neuschnee, wenn nicht sogar 20 cm. Und ich wollte unbedingt nachts fahren. Hätten wir das mal gemacht. Aber gut, da mussten wir jetzt durch. Gegen 9 Uhr bekamen wir von der Gastgeberin gesagt, dass der Schneepflug bereits unterwegs ist und wir in ein paar Minuten problemlos die Straße benutzen könnten. Irgendwann knatterte es dann und ein zum Winterdienstfahrzeug umfunktionierter Traktor schob sich durch den Schnee. 'Wir machen den Weg frei!' Das funktionierte da wirklich einwandfrei.


(Schnee am Tag der Abfahrt.)

Es konnte nun also tatsächlich losgehen, auf in Richtung Heimat.

Tja... Kaum auf der Autobahn angekommen: STAU. Der Lieblingsmann fluchte und ich verkniff mir die ganze Zeit ein 'Ich habe es gewusst.' Wir konnten gegen 9 Uhr unsere Heimreise antreten. Gegen Mittag rum mussten wir pausieren, da der Minimister Hunger hatte. Wir waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal in der Nähe von München. Beim Anblick des "Willkommen-in-Thüringen-Schildes" saßen wir bereits sieben Stunden im Auto. Irgendwann hatten wir in Sachsen nochmal Stau. Die Nerven lagen blank. Die Blumenkinder meisterten alles super. Ok, die Minimadame war zehn Stunden am Stück wach und trällerte die ganze Zeit "Schneeflöckchen, Weißröckchen" in den höchsten, schrägsten, schiefsten, schönsten Tönen, was dann doch langsam auf die Ohren ging. Aber im Großen und Ganzen konnten wir uns nicht beklagen. Gegen 21:30 Uhr hatten wir es dann geschafft. Zuhause. Nach 12 1/2 Stunden Fahrt, vier davon verbrachten wir im Stau. Ich machte fix die Kinder bettfertig, während der Lieblingsmann die Sachen aus dem Auto holte.

Zuhause. Endlich wieder Zuhause.

Die Sicherung! Da war ja noch was. Als der Lieblingsmann anfing, die Lebensmittel in den Kühlschrank zu räumen, fiel ihm etwas auf. Niemand hatte beim Ausschalten der Sicherung daran gedacht, dass Kühl- und Gefierschrank ohne Strom nichts bringen. Nun ja... Den Kühlschrank hatten wir vor Reiseantritt ja geleert. Aber dem Gefrierschrank schenkte niemand Beachtung. So sah er dann auch aus. Zwar war er endlich abgetaut (was wir ohnehin schon längst hätten tun müssen), aber die darin befindlichen Sachen konnten wir leider entsorgen. Schade um die schöne Gans. Wir haben daraus gelernt und darüber gelacht, dass wir an alles dachten, aber nicht daran. Man sagt doch immer, dass bei jedem Urlaub irgendwas vergessen wird.


(Sankt Johann in der Dämmerung.)

Mein Fazit von dem Urlaub:

Ich brauche es nicht noch einmal. Mit meiner Familie alleine: Ok. Mit Freunden: Nur, wenn jeder sein Haus hat und ich mir alles alleine organisiere. Zu unterschiedlich sind die eigenen Tagesabläufe. Unser Ablauf richtet sich ja doch noch sehr nach dem Rhythmus des Minimisters. Und wenn man nonstop mit jemandem zusammen ist, den man sonst nur zwei oder Stunden etwa zweimal im Monat sieht, dann ist das heftig. Unseren Freunden ging es mit Sicherheit nicht anders.

Ein absolutes Plus war die Waschmaschine im Haus. Denn so konnten wir wenigstens noch fast alle Sachen waschen, was ja zuhause nicht geht. Darauf werde ich auch in Zukunft achten, denn mit Kindern ist ein Waschgang zwischendurch manchmal unvermeidlich.

Ich weiß jetzt mein Badewanne/Dusche zu schätzen und liebe sie. Wir hatten so dermaßen wenig Wasserdruck in der Hütte, dass selbst das Waschen meiner kurzen Haare ewig dauerte. Wir haben die Kinder ein einziges Mal gebadet. Was daran lag, dass wir für das Einlassen des Wassers (kindgerechte Menge) über eine Stunde brauchten und dann aus keinem anderen Hahn im Haus Wasser kam. Ein Hoch auf mein Bad!

Österreich ist ein ganz unglaubliches Land. Die Menschen sind so furchtbar nett, was wir aus unserem Städtchen nicht gewohnt sind. Geht man hier in einen Supermarkt, dann ziehen die Mitarbeiter oft lange Gesichter. Einen schönen Tag wünscht man, wenn überhaupt, nur sehr zähneknirschend. Dort waren alle hilfsbereit, freundlich, ausgeglichen. Niemand rannte gestresst durch die Gegend. Keine Hektik. Kein Gehetze.

Winterurlaub mit Kindern? Sehr gerne wieder. Es schlaucht, macht aber auch unglaublich viel Spaß.

Wir werden definitiv wieder nach Österreich fahren. Im Winter. Mit Kindern. Aber dann in ein Familienhotel, wo die Kinder auch mal für zwei oder drei Stunden betreut werden und Mama und Papa entspannen können. Damit wirklich alle etwas von dem Urlaub haben.

Jetzt habe ich noch ein paar Fotos für euch, bevor ich mich dann verabschiede:



(Alm-Katze Heidi)

(Die drei Damen von der Alm.)

(Der Minimister kämpft mit dem Popo-Rutscher.)

(Die Minimadame im Eulen-Winteroutfit.)

(Minimister im Schnee... Welch ein Spaß!)



(Kleine Ski-Ameisen.)

(Unser ganz privater Winterdienst.)

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Ihr Lieben,

das war mein Urlaub. Ich hätte mit Sicherheit noch viel mehr schreiben können. Aber wo fängt man dann an und wo hört man auf? Ich hoffe, dass euch der Post gefällt und die Fotos einen kleinen Einblick geben.

Ich werde mich nun für den Tag fertig machen, denn heute soll endlich die Waschmaschine repariert werden. Hoffentlich klappt alles.




Kommentare:

  1. Endlich geschafft zu lesen! Oh was für eine schöne Schneelandschaft, schade dass der Neuschnee erst am Abreisetag kam. Ich kann mir vorstellen, dass du lieber mit der Familie alleine reist. Ich mag das so auch lieber, weil man so auch die Zeit zusammen besser genießen kann und sich ganz nach den Kids richten kann. Ist halt doch was anderes mit den Kleinen. Die doofe Technik, ich hoffe ihr habt die olle Maschine wieder hinbekommen. Wäsche wird hier auch ooooohne Ende gewaschen.

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  2. Hört sich ja nach einem gelungenem Urlaub an :) Urlaube mit Kindern sind ja immer ganz speziell und ganz aufregend. Aber schön das ihr eine tolle Zeit gehabt habt.
    lg

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